Auffahrunfall 660x330 - Fingierte Autounfälle - Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt

Fingierte Autounfälle – Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt

Jedes Jahr richten fingierte Autounfälle Schäden in Millionenhöhe an. Wer glaubt, dass er Opfer eines solchen Unfalls ist, der sollte Zeugen suchen, die Polizei rufen und zudem seinen Versicherer informieren.

Autobumser – eine spezielle Art von Versicherungsbetrügern

Bei „Autobumser“ handelt es sich um eine volkstümliche Bezeichnung, die für eine spezielle Art von Versicherungsbetrügern genutzt wird und sich geradezu freundlich anhört. Doch bei diesen „Gaunern“, von denen Autounfälle provoziert werden, für die Versicherungen zahlen, richten Schäden in Millionenhöhe an und da Jahr für Jahr. Dies bedeutet nicht nur für die Versicherten einen zusätzlichen Risikofaktor bei der Prämienberechnung, sondern ebenfalls Zeitverlust und Ärger. Da ist es von Vorteil, wenn man weiß, woran einen manipulierten Autounfall erkennen kann und wie man sich für einen solchen Fall am besten verhält.

Die Versicherer gehen davon aus, dass jeder siebte Verkehrsunfall in Deutschland fingiert ist. Jahr für Jahr haben die Betrugsspezialisten ein Auge auf mehrere tausend Schadenfälle, die als Dubiosschäden bezeichnet werden. Darunter fallen Schadenmeldungen, die Unstimmigkeiten aufweisen – bspw. wenn die Schilderung der damit zusammenhängenden Ereignisse nicht zum Schadensbild passen oder wenn widersprüchliche Angaben gemacht werden.

Verdacht auf fingierten Unfall – Detektive arbeiten für die Kfz-Versicherung

Sollte der Verdacht aufkommen, dass es sich bei dem Unfallgegner um einen Autobumser handelt, dann sollte dieser Verdacht gegenüber der Haftpflichtversicherung geäußert werden. Von vielen Kfz-Versicherungen wird dann entweder ein besonders geschulter Gutachter beauftragt oder eine Detektei Wien. Diese nehmen den Unfall dann genauer unter die Lupe und erstatten notfalls auch Strafanzeige. Niemand muss sich vor einem Rechtsstreit mit den Autobumsern fürchten, denn das Risiko und die Kosten werden von der eigenen Haftpflichtversicherung getragen.

Gern wird zu dichtes Auffahren für fingierte Autounfälle genutzt

Der Autofahrer, der den Unfall nicht vermeiden konnte, ist das eigentliche Opfer. Denn dieser zahlt höhere Versicherungsprämien und bleibt auf seinen eigenen Schaden sitzen, sofern er nicht über eine Vollkasko-Versicherung verfügt. Unter Umständen können sogar noch weitere Strafen kommen, wie Punkte in Flensburg, Bußgelder oder im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot.

Eine weitere typische Masche der Autobumser ist folgender: Dieser kommt aus einer vorfahrtsberechtigten Seitenstraße und deutet mit Gesten an, dass er auf die Vorfahrt verzichtet. Sollte sein Opfer darauf eingehen, dann gibt er plötzlich Gas und fährt bewusst in die Seite des anderen Fahrzeugs. Die Schuld wirkt hier eigentlich klar, denn die Geschichte mit den Gesten wirkt wenig glaubwürdig.

Lässt es sich nicht verhindern, zum Opfer einer solchen Betrügerei zu werden? Hier hilft bereits eine ganz einfache Regel: Die Verkehrsvorschriften zu beachten. Denn zu dichtes Auffahren, Unachtsamkeit oder zu hohe Geschwindigkeit lassen sich hervorragend für provozierte Unfälle ausnutzen.

Welche typischen Indizien gibt es für die „Autobumserei“?

Angebracht ist ein größeres Misstrauen nach einem Crash bei folgenden Indizien:

  • Ein altes Auto: Ein paar Unfallschäden an einem alten Auto sind hilfreich, um ein Mehrfaches des Marktwertes zu erzielen. Daher könnte eine Vielzahl von Beulen oder notdürftigen Reparaturen ein Indiz für einen Autobumser-Wagen sein.
  • Keine Zeugen: Von den Autobumsern wird versucht, dass es keine unabhängigen Zeugen gibt. Aus diesem Grund sind sie gern nachts oder in abgelegenen Gegenden unterwegs, da ihre Opfer häufig allein im Auto sind.
  • Keine Polizei: Dem Opfer wird mitunter angeboten, dass man auf die Polizei verzichte könnte. Denn schließlich müsste der angebliche Schuldige dann noch mit einer Strafe wegen zu dichten Auffahrens rechnen – heißt es dann von den Autobumsern einschüchternd. Doch zunehmend wird die Polizei geschult, um provozierte Auffahrunfälle zu erkennen, und haben somit einen Blick dafür.

Wenn fälschlicherweise dem Versicherungsnehmer Betrug vorgeworfen wird

Es kann passieren, dass Betrüger die Unaufmerksamkeit ausnutzen und andere unbescholtene Bürger in einen gestellten Unfall verwickeln. Doch es ist nicht immer sofort zu erkennen, ob es sich um einen Versicherungsbetrug handelt.

Sobald es zu einem Unfall kommt, in dem man selbst verwickelt ist, sollte die Unfallstelle genau unter die Lupe genommen werden. Sollte es sich um einen fingierten Unfall handeln, tauchen oft unvermittelt Zeugen auf oder die Autokennzeichen sind geschickt verdeckt worden. Wer in einen Unfall verwickelt ist, der sollte in jedem Fall die Polizei rufen, damit ein Unfall-Protokoll erstellt wird.

Zudem sollte der Wagen des Unfallgegners unter die Lupe genommen werden. Handelt es sich um einen gepflegten alten Wagen oder sind mehrere Schäden an diesem zu erkennen? Dabei kann es sich um wertvolle Informationen handeln, wenn es darum geht, nachzuweisen, dass kein fingierter Unfall vorliegt bzw. dass man selbst nicht an diesen beteiligt war.

Wichtig ist, unbedingt einen Rechtsanwalt einzuschalten

Nicht nur ein Privatdetektiv kann hilfreich sein, um einen Autobumser zu überführen, sondern ebenfalls sollte ein Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin beauftragt werden. Denn schließlich kann der provozierte Blechschaden für das Opfer erhebliche Folgen haben. Zum einen werden die Opfer von der Kfz-Haftpflichtversicherer in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft und müssen zudem eventuell mit einem Bußgeld sowie Punkten in Flensburg rechnen.

Ein versierter Verkehrsanwalt erhält Einsicht in sämtliche Unterlagen und wird so den Tathergang genau analysieren. Sollte das nicht ausreichen, wird der Anwalt die Zusammenarbeit mit einem Detektiv nutzen, um den Betrüger zu entlarven. Damit erhöht sich die Chance, zu seinem Recht zu kommen und eine ungerechtfertigte Strafe zu vermeiden.